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Website-Kosten9 Min.

Website erstellen lassen: Welche Kosten 2026 realistisch sind

Wer eine Website erstellen lassen möchte, findet 2026 Angebote von wenigen hundert Euro bis weit in den fünfstelligen Bereich. Diese Spanne wirkt zunächst absurd, hat aber einen einfachen Grund: Unter dem Begriff „Website“ werden völlig unterschiedliche Leistungen verkauft. Ein angepasstes Template mit fünf Seiten ist ein anderes Projekt als eine individuelle Unternehmenswebsite mit Strategie, Texten, SEO, Migration, CMS und Integrationen. Für Deutschland gibt es keine unabhängige Marktstatistik, aus der sich ein verbindlicher Durchschnittspreis ableiten ließe. Die folgenden Spannen sind deshalb bewusst als Orientierung zu verstehen. Sie basieren auf öffentlich verfügbaren Anbieterpreisen, Ratgeberangaben und aktuellen Marktbeobachtungen, nicht auf einer offiziellen Preisliste für die gesamte Branche.

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Inhalt8 Abschnitte

Welche Budgets sind 2026 realistisch?

Für eine einfache selbst gebaute Website entstehen häufig nur laufende Werkzeugkosten. Professionell umgesetzte Landingpages beginnen am Markt dagegen oft im niedrigen vierstelligen Bereich. Kleine Unternehmenswebsites liegen häufig zwischen etwa 1.500 und 5.000 Euro. Bei individuell geplanten Unternehmenswebsites sind 5.000 bis 15.000 Euro und darüber keine ungewöhnliche Größenordnung.

Diese Werte sind keine Preisempfehlung.

Sie zeigen vor allem, wie breit der Markt ist.

Bei unserer Recherche fanden wir öffentlich beworbene Website-Angebote für wenige hundert Euro und individuelle Agenturprojekte im deutlich fünfstelligen Bereich. Beide können für die jeweilige Zielgruppe sinnvoll sein.

Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht:

„Was kostet eine Website?“

Sondern:

„Was bekomme ich für diesen Preis?“

Warum liegen Website-Angebote so weit auseinander?

Website-Preise unterscheiden sich vor allem deshalb so stark, weil sich der tatsächliche Leistungsumfang hinter einem Angebot häufig erst auf den zweiten Blick zeigt. Eine fertige Vorlage anzupassen benötigt deutlich weniger Arbeit als eine Website von Grund auf zu planen, zu gestalten, zu texten und technisch umzusetzen.

Ein Angebot für 500 oder 1.000 Euro ist deshalb nicht automatisch schlecht.

Für einen kleinen Betrieb, der eine einfache digitale Visitenkarte mit Leistungen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten benötigt, kann eine sehr schlanke Lösung genau richtig sein.

Problematisch wird ein günstiger Preis erst, wenn gleichzeitig Leistungen erwartet werden, für die realistisch zusätzliche Arbeit notwendig ist.

Zum Beispiel:

  • individuelle Website-Strategie
  • Informationsarchitektur
  • individuelles UI- und Webdesign
  • professionelles Copywriting
  • SEO-Konzeption
  • CMS-Struktur
  • komplexe Formulare
  • Schnittstellen
  • Tracking und Consent
  • Migration bestehender Inhalte
  • Redirect-Konzept
  • umfangreiche Responsive- und Browser-QA

Je mehr davon enthalten ist, desto weniger sinnvoll wird der Vergleich über das reine Preisschild.

Deshalb lohnt sich beim Angebotsvergleich eine sehr einfache Frage:

Was wurde tatsächlich kalkuliert und was nicht?

Welche Website-Typen liegen in welchem Preisbereich?

Die folgenden Spannen sind eine redaktionelle Orientierung aus öffentlich verfügbaren Anbieter- und Ratgeberpreisen. Es gibt keine unabhängige deutsche Marktstatistik für Website-Projektpreise 2026. Außerdem unterscheiden sich öffentliche Angaben teilweise darin, ob Umsatzsteuer enthalten ist und welche Leistungen vorausgesetzt werden.

Orientierung für Website-Kosten 2026
Website-TypTypischer UmfangBeobachtete OrientierungGeeignet für
Baukasten, selbst umgesetztVorlage, wenige Standardseiten, Eigenleistungca. 10 bis 50 € pro Monat plus eigene ArbeitszeitSehr einfache Websites und geringe individuelle Anforderungen
Landingpage oder One-PagerEine zentrale Verkaufs- oder Informationsseiteca. 500 bis 3.000 €Kampagnen, einzelne Angebote, kompakte Unternehmensauftritte
Kleine UnternehmenswebsiteMehrere Standardseiten, individuelles Branding, Kontakt und Basis-SEOca. 1.500 bis 5.000 €Kleine Unternehmen und Dienstleister mit überschaubarem Umfang
Individuelle UnternehmenswebsiteStrategie, mehrere Seitentypen, individuelles Design, Content und Funktionenca. 5.000 bis 15.000 €Unternehmen mit höheren Anforderungen an Marke, Sichtbarkeit und Conversion
Komplexe Website, Shop oder PortalViele Seitentypen, individuelle Funktionen, Integrationen oder Commercehäufig ab 10.000 €, nach oben stark offenKomplexe Geschäftsmodelle und individuelle technische Anforderungen
Die Spannen sind bewusst gerundet und keine verbindlichen Marktpreise. Je nach Anbieter, Leistungsumfang, Technologie und vorhandenen Inhalten können Projekte deutlich darunter oder darüber liegen.

Die Tabelle zeigt auch, warum Aussagen wie „Eine professionelle Website kostet 15.000 Euro“ genauso wenig allgemeingültig sind wie „Eine Website kostet 999 Euro“.

Beides kann stimmen.

Nur eben nicht für dasselbe Projekt.

Warum sagt die Zahl der Unterseiten so wenig über den Preis aus?

Zehn Seiten bedeuten nicht automatisch doppelt so viel Aufwand wie fünf Seiten. Entscheidend ist, wie viele unterschiedliche Seitentypen entwickelt werden müssen, wie individuell die Inhalte sind und welche Funktionen dahinterstehen.

Ein Beispiel:

Eine Website besitzt 30 Projektseiten.

Wenn alle 30 Einträge aus einem CMS kommen und dieselbe Vorlage verwenden, muss das Layout nicht 30-mal neu gestaltet und entwickelt werden.

Eine andere Website besitzt nur sechs Seiten.

Wenn davon jede Seite eine eigene Struktur, individuelle Visuals, besondere Interaktionen und unterschiedliche Funktionen benötigt, kann dieses Projekt trotzdem wesentlich aufwendiger sein.

Deshalb sind für eine seriöse Kalkulation eher Fragen relevant wie:

  • Wie viele unterschiedliche Templates werden benötigt?
  • Wie komplex ist die Informationsarchitektur?
  • Wer erstellt Texte und Bilder?
  • Gibt es ein CMS?
  • Welche Formulare und Integrationen werden benötigt?
  • Müssen bestehende Inhalte migriert werden?
  • Gibt es mehrere Sprachen?
  • Welche SEO- und Tracking-Anforderungen bestehen?
  • Wie individuell soll das Design werden?

Was ist in einem professionellen Website-Projekt eigentlich enthalten?

Der Unterschied zwischen günstigen und teuren Angeboten entsteht häufig schon lange vor der eigentlichen Entwicklung. Bei einem umfangreicheren Website-Projekt können unter anderem folgende Aufgaben dazugehören:

Strategie und KonzeptionZiele, Zielgruppen, Konkurrenz, Seitenstruktur und Nutzerwege werden geklärt, bevor das eigentliche Design beginnt.

InformationsarchitekturEs wird entschieden, welche Seiten und Inhalte benötigt werden und wie sie miteinander verbunden sind.

WebdesignLayouts, Komponenten, Typografie, Farben, Bildsprache und responsive Zustände werden individuell entwickelt oder auf Basis eines bestehenden Systems angepasst.

ContentTexte, Bilder, Grafiken und vorhandene Inhalte müssen erstellt, überarbeitet oder migriert werden.

EntwicklungDas Design wird technisch umgesetzt. Dazu gehören je nach Projekt CMS, Formulare, Animationen, Integrationen oder individuelle Funktionen.

SEO und technische GrundlagenTitles, Meta-Daten, semantische Struktur, interne Verlinkung, Indexierbarkeit und technische Performance müssen sauber umgesetzt werden.

Tracking und ConsentAnalysewerkzeuge, Conversion-Messung und Datenschutzanforderungen benötigen eine eigene technische Einrichtung.

QualitätssicherungMobile Geräte, unterschiedliche Browser, Formulare, Links, Performance, Accessibility und technische Fehler werden geprüft.

Ein günstigeres Angebot kann viele dieser Punkte bewusst ausklammern.

Das ist vollkommen legitim, solange beide Seiten wissen, was enthalten ist.

Selbst bauen, Freelancer oder Agentur: Wie unterscheiden sich die Kostenmodelle?

Der günstigste Weg hängt nicht nur vom Projektpreis ab. Entscheidend ist auch, wie viel Verantwortung Sie selbst übernehmen möchten und welche Leistungen bereits vorhanden sind.

Drei typische Wege zur neuen Website
WegKostenlogikWas Sie selbst übernehmenTypisch geeignet für
Selbst bauenNiedrige laufende Toolkosten, dafür hoher eigener ZeitaufwandStrategie, Struktur, Design, Inhalte, technische Einrichtung und PflegeKleine Projekte mit überschaubaren Anforderungen und ausreichend eigener Zeit
FreelancerProjektpreis oder Abrechnung nach AufwandJe nach Angebot vor allem Inhalte, Abstimmungen und teilweise StrategieKlar abgegrenzte Projekte und Unternehmen mit vorhandener interner Richtung
AgenturProjektpreis oder umfangreichere ProjektkalkulationVor allem fachlicher Input, Entscheidungen und FreigabenProjekte, bei denen Strategie, Design, Entwicklung und Qualitätssicherung gebündelt werden sollen
Die Kategorien sind keine Qualitätsstufen. Ein guter Freelancer kann die bessere Wahl sein als eine Agentur, und ein Baukasten kann für einen sehr einfachen Anwendungsfall völlig ausreichen.

Die eigene Zeit sollte bei dieser Entscheidung nicht vergessen werden.

Ein Website-Baukasten kann monatlich nur wenige Euro kosten. Wenn dafür intern 40 oder 80 Stunden in Struktur, Texte, Gestaltung und technische Einrichtung fließen, ist das trotzdem kein kostenloses Projekt.

Umgekehrt spart ein höherer externer Projektpreis nicht automatisch Zeit, wenn Inhalte und Entscheidungen intern nie vorbereitet werden.

Der sinnvollste Weg hängt deshalb davon ab, welche Verantwortung Sie abgeben möchten.

Welche laufenden und versteckten Kosten sollten Sie einplanen?

Der Projektpreis ist nicht automatisch der Gesamtpreis einer Website. Nach dem Launch entstehen je nach Technologie und Anforderungen weitere Kosten für Plattform, Hosting, Domain, Wartung, externe Dienste und Weiterentwicklung.

Typische laufende Posten sind:

  • Domain
  • Hosting oder Website-Plattform
  • CMS- oder Builder-Tarif
  • Consent- oder andere externe Dienste
  • Wartung und technische Updates
  • Support
  • zusätzliche Inhalte
  • SEO und laufende Optimierung
  • bei Shops zusätzliche Plattform- oder Transaktionskosten

Bei Plattformen und Hosting liegen einfache Tarife häufig im niedrigen zweistelligen Monatsbereich.

Wartung kann dagegen stark schwanken.

Eine statische oder weitgehend wartungsarme Website hat eine andere Kostenstruktur als ein System mit vielen Plugins, individuellen Serverkomponenten oder häufigen technischen Updates.

Noch häufiger übersehen werden Kosten, die bereits während des Projekts entstehen können:

  • fehlende Texte
  • professionelle Fotografie
  • Stock- und Bildlizenzen
  • Übersetzungen
  • Content-Migration
  • Tracking
  • Consent-Setup
  • rechtliche Prüfung
  • zusätzliche Integrationen
  • nachträgliche Änderungswünsche
  • Redirects bei einem Relaunch
Nicht jeder günstige Projektpreis bleibt langfristig günstig.

Beim Vergleich lohnt sich deshalb nicht nur der Blick auf die einmalige Erstellung. Entscheidend ist auch, welche Arbeiten nach dem Launch regelmäßig notwendig sind, welche externen Dienste bezahlt werden und wie einfach die Website später intern gepflegt werden kann.

Woran erkennen Sie ein belastbares Website-Angebot?

Ein gutes Website-Angebot muss nicht besonders lang sein. Es sollte aber so konkret sein, dass Sie nach dem Lesen verstehen, was Sie erhalten, was Sie selbst liefern müssen und welche Leistungen nicht enthalten sind.

Vor einer Beauftragung würde ich mindestens diese Punkte prüfen:

  • Welche konkreten Seitentypen und Funktionen sind enthalten?
  • Wird individuell gestaltet oder ein vorhandenes Template angepasst?
  • Wer erstellt die Texte?
  • Wer liefert oder bearbeitet Bilder?
  • Ist Responsive Design für mobile Geräte enthalten?
  • Welche SEO-Leistungen gehören zum Projekt?
  • Ist ein CMS vorgesehen?
  • Welche Formulare und Integrationen werden umgesetzt?
  • Sind Tracking und Consent Teil des Angebots?
  • Wie werden Korrekturen und zusätzliche Wünsche behandelt?
  • Was passiert mit bestehenden URLs bei einem Relaunch?
  • Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Launch?
  • Wer besitzt Zugänge, Inhalte und Projektdateien nach Abschluss?

Erst dann lassen sich zwei Angebote wirklich miteinander vergleichen.

Unsere aktuellen Webdesign-Pakete und Ab-Preise finden Sie transparent auf unserer Seite zu den Webdesign-Preisen.

Website erstellen lassen

Quellen & Daten

  1. Framer PricingFramer · Anbieterangabe, öffentliche Listenpreise · abgerufen 01.09.2026
  2. IONOS Homepage-Baukasten: Pakete und PreiseIONOS · Anbieterangabe, öffentliche Listenpreise · abgerufen 01.09.2026
  3. Jimdo: Preise und Pakete für die WebsiteJimdo · Anbieterangabe, öffentliche Listenpreise · abgerufen 01.09.2026
  4. Website erstellen lassen: So lohnt sich die InvestitionFuer-gruender.de · Ratgeberportal, Marktbeobachtung · abgerufen 01.09.2026
  5. Was kostet eine WebsiteCHIP · Ratgeberportal, Marktbeobachtung · abgerufen 01.09.2026
  6. Website erstellen: Optionen und Kosten für KMUwebwerkstatt-berlin.de · Ratgeber einer Agentur, Anbieterangabe · abgerufen 01.09.2026
  7. Website erstellen lassen: Was kostet Webdesign wirklich?Graphek · Ratgeber einer Agentur, Anbieterangabe · abgerufen 01.09.2026

Häufige Fragen

Wie viel kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Die Kosten hängen stark vom Leistungsumfang ab. Sehr einfache Landingpages können im niedrigen vierstelligen Bereich oder darunter liegen. Kleine Unternehmenswebsites bewegen sich häufig ungefähr zwischen 1.500 und 5.000 Euro, individuell geplante Unternehmenswebsites oft ab etwa 5.000 Euro. Komplexe Projekte können deutlich darüber liegen.

Was kostet eine Website mit zehn Seiten?

Die Zahl der Seiten allein reicht für eine seriöse Kalkulation nicht aus. Entscheidend ist vor allem, wie viele unterschiedliche Seitentypen gestaltet und entwickelt werden, ob Inhalte erstellt werden müssen und welche Funktionen benötigt werden. Zehn Seiten auf drei Templates können weniger Aufwand verursachen als sechs vollständig individuelle Seiten.

Warum unterscheiden sich Website-Angebote so stark?

Hinter dem Begriff Website können völlig unterschiedliche Leistungen stecken. Manche Angebote basieren auf einer vorhandenen Vorlage und gelieferten Texten. Andere umfassen Strategie, Informationsarchitektur, individuelles Design, Copywriting, SEO, CMS, Integrationen, Migration und umfangreiche Qualitätssicherung.

Was kostet eine Website monatlich?

Einfache Hosting- oder Builder-Tarife liegen häufig im niedrigen zweistelligen Monatsbereich. Dazu können Domain, Wartung, Consent-Dienste, Support, SEO, Content oder weitere Software kommen. Die laufenden Gesamtkosten hängen deshalb stark von Technologie und Betreuung ab.

Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?

Häufig sind Freelancer aufgrund einer kleineren Kostenstruktur günstiger. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie besser oder schlechter geeignet sind. Entscheidend ist, welche Leistungen benötigt werden, welche Kompetenzen bereits intern vorhanden sind und wie viel Verantwortung an einen Anbieter übertragen werden soll.

Lohnt sich eine Website für 500 Euro?

Das kann sie. Für eine sehr einfache Website mit vorhandenen Texten, einem Template und wenigen Funktionen kann ein günstiges Angebot völlig ausreichend sein. Strategie, individuelles Design, umfangreiches Copywriting, SEO, Migration und komplexe Integrationen lassen sich bei diesem Budget jedoch meist nicht zusätzlich erwarten.

Porträt von Niklas Hass, Gründer von Webnity X
Niklas Hass
Gründer und Geschäftsführer · Webnity X

Niklas Hass gründete Webnity X mit dem Fokus auf GEO-optimierte Websites und KI-Sichtbarkeit. Er berät Unternehmen im deutschsprachigen Raum bei Framer-Projekten, SEO-Strukturen und generativer KI-Optimierung.

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